Für Thomas


 

 

 

Die Drogenberatung organisierte Deine erste Therapie.Dort warst Du von der Sraße weg,aber auch wieder weg von uns.Aber nach einer Kontaktsperre konnten wir Dich dann besuchen und umgekehrt.Zuversicht machte sich breit. Zum ersten Mal nach langer Zeit sah ich Dich clean werden.Das war so schön, das auch die Hoffnung dass Du es schaffst von Tag zu Tag wuchs.Eine trügerische Hoffnung.Kaum aus der Therapie entlassen,und in einer eigenen Wohnung,die sie Dir von der Klinik besorgt hatten,war alles wieder hinfällig und vergebens denn Du warst Rückfallig und wieder auf Droge.

Ich kann nicht wiedergeben wie viele Male immer das gleiche Spiel stattfand.Therapie ,Entzug,Neuanfang,Rückfall.Zuletzt bekamst Du auch keine Therapie mehr.Die letzten Monaten Deines Lebens verbrachtes Du die meiste Zeit bei uns.Noch einmal ein letzter Versuch an Arbeit zu kommen und ein normales Leben zu führen.Vergebens.

Es war an einem Sonntag um 23 Uhr als das Telefon ging."Wer will denn noch so spät was von uns?"Meine Tochter war dran."Mutti,"sagte sie ,"Mutti sitzt du?" "Wieso soll ich mich denn setzten?" "Mutti setz dich hin." "Was ist denn los?" "Thomas ist tod." Der Boden unter meinen Füßen gab nach,ich konnte nicht mehr weiter sprechen.Mein Mann nahm mir das Handy ab und erfuhr den Rest.

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